Warum gutes Licht abends wärmer sein muss

Macro photo of a glowing filament light bulb

Eine Glühlampe hat beim Dimmen etwas getan, worüber nie jemand nachgedacht hat: Sie wurde röter. Bei voller Leistung glühte der Draht mit etwa 2.700 Kelvin, heruntergedimmt mit 2.000, dem Licht einer Kerze. Die meisten LEDs können das nicht. Sie werden dunkler und bleiben dabei gleich weiß, und das sieht abends falsch aus.

Der Grund ist einfach: Eine Glühlampe erzeugt Licht durch Hitze, und kühleres Metall leuchtet röter. Eine LED erzeugt Licht durch einen Halbleiter, dessen Farbe fest ist. Um beim Dimmen wärmer zu werden, braucht sie zwei verschiedene LED-Typen, 2.700 und 2.200 Kelvin, und eine Elektronik, die beim Dimmen von einem zum anderen überblendet.

Genau das macht unser Modul. Es sitzt auf einer kleinen Platine mit beiden LED-Typen, und der Dimmer regelt nicht nur die Helligkeit, sondern das Mischungsverhältnis. Entwickelt haben wir es über zwei Jahre mit einem Elektronikbetrieb in Dresden; die ersten Versionen flackerten beim Umschalten, die aktuelle tut es nicht.

Der Farbwiedergabeindex liegt bei 95. Das heißt, Holz sieht aus wie Holz und Haut wie Haut, auch bei 2.200 Kelvin. Das ist das Licht, bei dem man abends sitzen bleibt.

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